Šiauliai

Die Lehrerin Griškonienė des zweiten Internats von Šiauliai riß einer Schülerin den Rosenkranz aus der Hand, zerriß ihn und warf ihn in den Mülleimer. Das Mädchen erklärte ihr hierzu energisch, sie habe anstelle des Rosenkranzes noch zehn Finger und könne immer beten, in den Pausen, im Bett und auf allen Wegen.

Salos

Im Mai 1975 wurde in der Grundschule ein Elternabend veranstaltet. Die Lehrerin Mickevičienė hielt einen atheistischen Vortrag, wobei sie die Gläu­bigen als dumme und ungebildete Leute bezeichnete. Direktor Augulis er­klärte, daß Religion Wahnsinn sei, deshalb sollten die Eltern ihre Kinder nicht in die Kirche lassen. Die Direktorin ermahnte die Eltern, nicht auf die Geistlichen zu hören und ihre Kinder nicht zur Erstkommunion gehen zu lassen. Ebenso meinte Direktor Augulis, daß der Pfarrer Petras Nykštus die sowjetischen Gesetze genau kenne, sie aber breche und er wäre auch schon zweimal hierfür bestraft worden. „So sollte man doch solchen Geist­lichen kein Gehör schenken."

Gargždai

Die Lehrerin der Mittelschule Paulauskaitė befahl den Schülern der dritten Klasse, auf ihre Fragen zu antworten. Folgende Fragen stellte sie: Ob die Schüler an Gott glaubten, ob sie die Kirche besuchten, ob sie zur Beichte gingen, und sie stellte noch weitere Fragen bezüglich der Religion. Ein Schüler fragte, ob es der Lehrerin nicht einerlei sei, ob er an Gott glaube oder nicht. Die Lehrerin beschimpfte diesen Schüler und nahm ihn zum Direktor der Schule mit. Hier erklärte sie, daß der Schüler nicht folgsam sei. Der Schüler beantwortete keine Fragen des Direktors.